Hundekot – Wie sollte er sein?

Das Thema Hundekot beschäftigt frisch gebackene Eltern und Hundehalter, im Gegensatz zu anderen Bevölkerungsgruppen, immer wieder intensiv und lang. Auch sorgen Durchfälle immer wieder für Arbeitseinsätze und unangenehme Lebenssituationen und Diskussionen. Aber wie soll der Hundekot denn beschaffen sein und was sagt die Beschaffenheit vom Kot über die Hundegesundheit aus? Kann man darüber überhaupt direkt Rückschlüsse führen?

Die Wahrheit ist: Es gibt ihn nicht, diesen einen richtigen Kotabsatz. Der Kotabsatz des Hundes ist (wie beim Menschen) abhängig von vielen Faktoren und nicht immer gleichbleibend! Beobachtet man aber eine deutliche oder langfristige Veränderung vom Kotabsatz, kann dies als Symptom ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

Bei länger dauernden (mehr als 1-2 Tage) oder immer wieder kehrenden Veränderungen im Kotabsatz sollte in jedem Fall über eine Kotprobe und eventuell auch andere Diagnostik die Ursache abgeklärt werden!

Menge und Häufigkeit: Der Hund sollte 1-2-mal täglich eine geringe Menge Kot absetzen. Was gering bedeutet, liegt nun im Auge des Betrachters und ist sehr relativ. Die Menge und Häufigkeit des Kotabsatz hängt von der Ernährung und auch der Bewegung des Hundes ab. Enthält das Futter viel Ballaststoffe und schwer verdauliche Bestandteile, erhöht das die Kotmenge. Viel Bewegung regt unter Umständen die Verdauung an und führt somit manchmal zu einem häufigeren Kotabsatz. Das ist viel „manchmal und vielleicht“ und bedarf damit einer Beobachtung durch den Hundehalter – zumindest bei gesundheitlichen Problemen des Hundes.

Für die Farbe vom Hundekot gibt es leider auch keinen Standartwert und sie ist ebenso abhängig von den Inhaltsstoffen des Futters. Farbstoffe aus Futterbestanteilen, zum Beispiel aus Möhren, roten Beeten oder Spinat, können für Einfärbung vom Kot sorgen.

Ein sehr heller oder gar weiß gefärbter Kot, kann aber auch auf eine schlechte Fettverdauung, zu viel Fett oder einen zu hohen Anteil von Knochen(-bestandteilen) im Futter hinweisen und sollte beobachtet werden.

Wird der Kot dunkel bis schwarz, liegt dies eventuell an Blutungen in dem vorderen Verdauungsabschnitt. Aber keine Panik: Das muss nicht so sein und muss auch nicht schlimm sein. Aber auch hier gilt, dass das Beobachten vom Kotabsatz entscheidend ist. Das Gleiche gilt bei Blut im Kot. Es muss aber nicht immer etwas schlimmes dahinterstecken.

Der Geruch vom Kot ist selten ein Nasenschmeichler. Allerdings ist der Geruch bei gleichbleibendem Futter immer sehr ähnlich. Verändert sich der Geruch und wird zum Beispiel säuerlich oder süßlich, kann das auf eine Störung der Darmflora bis hin zu fehlenden Verdauungsenzymen hinweisen.

Die Konsistenz des Hundekotes sollte grundsätzlich sehr fest sein. Das ist eine Voraussetzung dafür, dass die Analdrüse gut entleert werden. Bei Umstellung der Ernährung, aber auch schon bei Veränderungen der Zusammensetzung des Futters kann es zu Veränderungen kommen. Dies ist kein Grund zur Sorge, sondern eine ganz normale Reaktion der Verdauung auf veränderte Aufgaben.

Eine weitere häufige „Abart“ ist schleimiger Kot, bzw. eine Schleimschicht, die sich um den Kot legt. Dies kann ein Anzeichen für eine Entzündung im Dickdarm sein.

Typisch bei der Fütterung von minderwertigem Futter, aber auch bei einer Pankreatitis und anderen Verdauungsstörungen, sind unverdaute Futterbestandteile im Kot.

Zusammenfassend kann man sagen, es lässt sich nicht konkret von einer bestimmten Kotbeschaffenheit auf eine bestimmte Erkrankung schließen. Dauerhafte oder immer wieder kehrende Veränderung sollten aber in jedem Fall zu einer diagnostischen Überprüfung führen.